Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Ohne Grenze Staatsanleihen kaufen

Die als sog. Euro-Krise bekannte Staatsschulden-Krise nimmt kein Ende. Zurzeit prüfen in Brüssel und in den europäischen Hauptstädten Beamte die drei Möglichkeiten für Griechenland eine Lösung zu finden. Die erste ist schlicht die Verlängerung der Anleihen. Griechenland zahlt nicht jetzt, sondern später. Die klassische Stundung gilt am Unwahrscheinlichsten. Die zweite Möglichkeit wäre, dass Griechenland seine nun billigen Anleihen zurückkauft, damit hätte Griechenland einen Teil der Schuldenlast verkleinert. Hier ist aber nicht klar, wie jemand der Pleite ist, auf Einkaufstour gehen kann. Die dritte und wahrscheinlichste Lösung ist, dass die Griechenland-Anleihen direkt von einer europäischen Institution gekauft werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ bereits gestern durch ihren Präsidenten verlauten, dass ein Kauf griechischer Anleihen nicht mehr möglich ist, wenn der private Sektor zum Schuldenerlass gebeten werden würde. Dies sehen die Regularien vor. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Auch in den USA gehen die Verhandlungen kaum voran. Die Ratingagentur Moody’s hat einen Vorschlag unterbreitet, der einfacher nicht sein könnte. Die Agentur rät der amerikanischen Regierung die Schuldenobergrenze nicht zu verschieben, sondern gleich ganz abzuschaffen. Dann hätten die USA tatsächlich nur noch die von Griechenland erreichte Obergrenze des bloßen Beschaffens von Geldmitteln für das Bedienen der Schuldenlast ohne Spielraum für politische Gestaltung in der eigenen Gesellschaft. Eine tolle Idee.

Wie funktioniert das eigentlich? Stellt man sich den einfachen Verbraucher an der Stelle Griechenlands vor, so hat dieser sich bis über beide Ohren verschuldet. Er hat sich ein Haus auf Kredit gebaut, ein Auto gekauft, die Möbel, sein Handy und sogar seine Lebensmittel bezahlt er auch mal im Internet mit der Kreditkarte. Die jeweilige Bank gibt ihm solange weiter Kredite, wie er seine Raten immer wieder bezahlt. So macht es auch jedes andere Unternehmen. Er ist zwar so verschuldet, dass er seine Schulden bis an sein Lebensende nicht mehr zurückzahlen kann, aber das ist allen egal, solange die Raten und die Zinsen gezahlt werden. Jeder verdient an unserem einfachen Verbraucher. Weil er aber jedes Jahr mehr Geld ausgibt, als er verdient, kann er auch die ersten Raten und Zinsen nicht mehr bezahlen. Jetzt wird ihm gesagt, dass er sparen muss. Aber leider kann er nicht so viel sparen, wie der Zinseszins-Effekt ihm wieder als neue Schulden aufbürdet. Wenn er noch ein paar Kreditgeber finden würde, die ihm Geld liehen, dann könnte er noch eine Weile so weiter machen. Vielleicht bis er stirbt. Dann würden alle auf seinen Schulden sitzen bleiben. Jetzt ist die Zeit der unseriösen Anbieter gekommen, die horrende Zinsen verlangen und das Geld aus dunklen Kanälen beziehen. Sie bieten neues Geld an. In dieser Situation befindet sich Griechenland. Die Politiker, die selber auf Schuldenbergen sitzen und trotzdem weiteres Geld anbieten, sollen in diesem Vergleich die dunklen Kanäle sein. Es gibt aber das Problem, dass Griechenland nicht stirbt. Es muss also eine Lösung gefunden werden und die heißt Insolvenz.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise gaben gestern etwas nach. Die Staatsschuldenkrise belastet weiter die Ölnotierungen. Der Dollar konnte als Gegenpol nicht den gesamten Wertverlust auffangen. Bis Donnerstag warten die Anleger auf neue Informationen aus Brüssel. Solange bewegt sich relativ wenig. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um einen günstigeren Kaufmoment aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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