Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


US-Wirtschaft brummt

Wenn die US-Wirtschaft brummt, dann verbraucht sie viel Öl. Die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts des letzten Quartals hat die Erwartungen übertroffen. Errechnet wurde eine Steigerung um 3,1% und erreicht wurde eine Steigerung um 3,9%. Ob diese Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsleistung und Ölverbrauch heute noch so stimmen, wie vor einigen Jahrzehnten wird gerade nicht so genau genommen. Tatsächlich ist die Abhängigkeit vom Öl heute nicht mehr so stark. Wenn man aber höhere Preise an den Börsen erklären will, dann sollte man sowieso mehr auf die Psychologie der Vorgänge abheben als auf reine Fakten. Verknappung heißt das Stichwort. Eingeleitet durch einen IEA Report, dass es in einigen Jahren zu Engpässen kommen kann, haben die Marktteilnehmer ein Thema entdeckt, dass entgegen des Öls scheinbar unendlich ist. Da passen dann auch immer wieder Pannen und Ausfälle von Raffinerien hinein, die zu einer „weiteren“ Verknappung führen. Die Folge ist, dass die Preise am Freitag wieder anzogen und sich heute zunächst ruhig verhalten. Der Dollar bleibt trotz der guten Wirtschaftsdaten schwach. Er konnte sich nicht nennenswert von den letzten Verlusten erholen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Schlechte US-Vorratsdaten
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA und England
Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Charttechnik: starker Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC diskutiert über weitere Ausstoßerhöhung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
OPEC-Erhöhung vom September wirkt
US-Konjunktur wackelt
Bush relativiert Weltkriegsdrohung

Unsere Heizölpreise legen heute eine Atempause ein. Sie markieren aber leider auch ihre Höchststände. Kleinere Gegenreaktionen können zum Kauf genutzt werden. Wer mit seinem Vorrat nicht durch den Winter kommt, der sollte eher früher als später kaufen. Wer nicht weiß, wie viel Liter noch im Tank sind, der sollte hier sofort etwas ändern. Bei Preisen um die 65 Euro für 100 Liter ist das Ratespiel um den Heizölvorrat und dessen Verbrauch wie eine Nebelfahrt ohne Scheinwerfer. Wenn Sie vorhaben, Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs zu treffen, sollten Sie erst einmal wissen wie viel Sie verbrauchen. Nur so lässt sich eine Effizienzsteigerung messen. Diese wird nötig sein, um zukünftig sicher und kostengünstig zu heizen.

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