Preisvergleich:

Heizölpreise legen weiter zu

Internationaler Markt

An den Ölbörsen gibt es gleich zu Wochenbeginn neue Nahrung für die Spekulation auf eine stärkere Nachfrage. Diese kommt aus China. Das Land mit dem zweitgrößten Ölverbrauch weltweit veröffentlicht positive Konjunkturdaten, die über den Erwartungen liegen. Die Ölpreise starten mit diesem Rückenwind fest in den Montag. Brent nimmt erneut die 70-Dollar-Marke ins Visier.

In China soll die Ölnachfrage laut Nachrichtenagentur Bloomberg im Januar und im Februar um 17 Prozent auf etwa 13,33 Millionen Barrel täglich angestiegen sein. Solche Meldungen mögen die Ölpreisbullen, unterstützen sie doch die Aussicht auf eine baldige Erholung der globalen Nachfrage. Mit dem gerade angelaufenen US-Konjunkturpaket und den Anzeichen einer zügigen Rückkehr des Straßenverkehrs in den USA und Großbritannien auf Vor-Corona-Niveau kommen weitere Stimmungsaufheller – zumindest für die Trader – hinzu. Die Marktteilnehmer achten besonders auf die Benzinnachfrage und sehen diese als Indikator für eine Rückkehr zur Normalität.

Ein Wermutstropfen hingegen ist der Bericht über eine rückläufige Kraftstoffnachfrage in Indien, der den Preisanstieg schon am Freitag begrenzte. Die Kraftstoffnachfrage ist im Februar auf ihren niedrigsten Stand seit September 2020 gesunken. Das ist ein durchaus ernst zu nehmender Faktor, denn schließlich steht Indien auf der Liste der größten Ölverbraucher an dritter Stelle. Die Nachfrage soll den zweiten Monat in Folge zurückgegangen sein. Gegenüber Januar ist sie noch einmal um 4,9 Prozent gesunken. Das sind rund 4,5 Millionen Barrel Benzin und Diesel, die täglich weniger nachgefragt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Ölfutures heute neue Höchststände erklimmen können.

Die Ölpreise bewegen sich auf dem höchsten Niveau seit 14 Monaten. Sie tendieren heute Morgen aufwärts, allerdings mit Schwankungen. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steht aktuell bei 66,03 Dollar Tendenz: steigend. Die Nordseesorte Brent kostet 69,95 US-Dollar das Barrel Tendenz: steigend. Eine Tonne Gasöl wird zu 554,00 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8382 Tendenz: steigend. Damit ist der Euro für 1,1929 Dollar Tendenz: fallend zu haben. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt am Freitag an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise knacken am frühen Morgen ihr bisheriges Jahreshoch. Sie orientieren sich weiterhin dicht am oberen Rand des aufwärtsgerichteten Trendkanals, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt.

Der internationale Ölmarkt bleibt bestimmend für die Entwicklung der Heizölpreise im Binnenland. Im Schlepptau der Rohölpreise machen sie zum Wochenauftakt einen moderaten Schritt zum nächsthöheren Level.

Seit 10 Tagen beobachten Heizölkunden nunmehr das Auf- und Abschwingen in relativ engen Grenzen. Die Hoffnung auf sinkende Preise entflammte immer mal wieder. Doch da es unter dem Strich lediglich kleine Nachlässe gab, hat sich der Optimismus verflüchtigt. Viele Kaufinteressierte informieren sich derzeit auf der esyoil-Plattform. Die Kaufbereitschaft hält sich indes noch auf einem mittleren Niveau, wie das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt. Es misst die tatsächlich aufgegebenen Bestellungen nach einer Preisanfrage. In der Lesereinschätzung erwarten 59 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Heizölpreistrends bleiben ernüchternd. Für die kurz- und mittelfristigen Zeiträume (3, 6 und 12 Monate) zeigen die Charts allesamt aufwärts. Abwärtsaussichten gibt es lediglich auf lange Sicht.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer seinen Tank zeitnah füllen muss, kann mit einer Bestellung dem Risiko weiter steigender Preise aus dem Weg gehen.

Klarstellung: Seit einiger Zeit nehmen wir Missverständnisse der öffentlichen Meinung über die Zukunft der Ölheizung wahr. Deshalb möchten wir darauf hinweisen, dass das Heizen mit Öl durch den Gesetzgeber nicht verboten ist, weder jetzt noch in Zukunft und auch nicht ab 2026. Ab dem Jahr müssen neue Ölheizungen lediglich mit einem regenerativen Anteil ausgestattet sein, beispielsweise mit Solarkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser. Weitere Informationen

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt an meine E-Mail-Adresse: ClaudiaLohse@esyoil.com

Heizölpreise-Chart vom 15 März 2021

Heizölpreise-Chart vom 2021-03-15
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 15 März 2021, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

Lesereinschätzungen der Heizölpreis-Entwicklung am

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